Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik und Monetarismus

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Kann ich den Monetarismus mit der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik gleichsetzen?

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Lieber tiputsch, Ja, das können Sie tun, wenn Sie einige Grundsätze des Monetarismus berücksichtigen. Nämlich, dass die Angebotsökonomik grundlegend davon ausgeht, dass die sog. private Sektor einer Volkswirtschaft in sich stabil ist. Störungen, die von aussen auf Verhältnisse wirken und zu einem Ungleichgewicht führen, werden auf längere Sicht absorbiert und das System findet ins Gleichgewicht zurück.

Ein heisser Verfechter der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik war Milton Friedman. Er hat seine Denke gern schwarz-weiß dargestellt und so in etwa dieses vertreten:

Der Staat soll keine aktive Rolle in der Wirtschaft einnehmen, sondern sich auf die Vorgabe der Rahmenbedingungen beschränken. Als Hemmnisse für Investitionen, die es abzubauen gilt, werden angesehen: zu hohe Staatsverschuldung, weil diese zu Inflation und einem höheren Zinsniveau führt, zu viele staatliche Einmischungen z.B. Umweltauflagen, Subventionen, Schutzgesetze für Arbeitnehmer, zuviel Sozialstaat (Erhöhung der Lohnnebenkosten), zu hohe Steuern, Gewerkschaften als „Störenfriede“.

Wenn eine Regierung die Konjunktur stärken will, dann soll sie nicht die Staatsausgaben erhöhen, sondern die Geldmenge ausweiten. Eine unabhängige Notenbank sollte die Geldmenge nach einer vorher bestimmten Formel in Abhängigkeit von der Warenmenge festlegen. Die frühzeitige Bekanntgabe eines Geldmengenzieles wird „Fehlinformationen“ an wirtschaftlich Handelnde vermeiden. Weitere staatliche Eingriffe in die Wirtschaft sollten tunlichst unterbleiben. Denn diese seien wirkungslos und würden schlimmstenfalls sogar eine Krise hervorrufen.

Aus Sicht der angebotsorientierten Konjunkturpolitik bildet Sparen die Grundlage für Investitionen und ist damit unverzichtbar für den Wirtschaftsaufschwung. Die Befürworter dieses Ansatzes argumentieren, dass das gesparte Geld der Haushalte nicht im Sparschwein verbleibt, sondern über die Banken in Form von Krediten für die Unternehmen wieder in den Wirtschaftskreislauf fließt und damit nicht verloren geht. Denn nur wenn sich die Unternehmen ausreichende und günstige Finanzierungsmittel beschaffen können, sind sie in der Lage, sich an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen.

Deutschland (insbesondere die "Linken" und "Intellektuellen" haben sich mit Friedman's Monetarismus mehr als schwer getan. Friedman wurde in Medienkampagnen oftmals diffamiert. Aber seine Medizin hat Staaten geholfen, die wirtschaftlich am Ende waren: das beste Beispiel dazu ist Großbritannien. Das Land war nach Jahren sozialistischer Misswirtschaft in jeder Hinsicht am Ende. Dann kam die Premierministerin Margaret Thatcher, die "ihren" Friedman nicht nur gelesen, sondern auch verstanden hatte. Und mit der bitteren Medizin des Monetarismis-Friedman'scher-Ausprägung kam das Land dann nach und nach wieder auf die Beine.