Elektroschock in der Kindheit ohne Verletzung?

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Als ich so 9-10 Jahre alt war, hatte ich einen dieser Bio-Stromerzeuger, in dem man z.B. Strom aus einer Kartoffel ziehen und damit eine kleine Lampe anmachen kann. Da waren unter anderem 2 kleine Kupferstäbe dabei, die man in den Stromerzeuger stecken muss. Nun ja, als ich noch klein und dumm war, kam ich auf die tolle Idee, die beiden Kupferstäbe, die nicht isoliert waren, mit bloßen Händen in eine steckdose zu stecken. Doof nur, dass Kupfer Strom leitet. Natürlich bekam ich einen kleinen Schlag, aber außer ein bisschen Herzrasen war da nichts. Hab ich da noch Glück gehabt? Ich meine, da stecken viel Volt in so einer Steckdose.

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Solche schmerzhaften Erfahrungen habe ich auch gemacht, denn als Kind hatte ich eine riesengrosse Eisenbahn von Maerklin, die es aber in Deutschland nie gegeben hatte, denn es gab keine Ersatzteile (kleine Gluehbirnen und Motorkohlen) beim Werk fuer diese Eisenbahn.

Die Eisenbahn wurde mit einem Schaltkasten betrieben in dem ein regelbarer Widerstand war und dazu waren noch zwei uralte Kohlefadenbirnen als Vorwiderstand.

Wenn die Eisenbahn mal entgleiste waren volle 220 Volt auf den Schienen und das tat ganz schoen weh wenn man da anfasste.

Als ich viele Jahre spaeter nach Amerika kam fand ich die kleinen Gluehbirnen die es in Deutschland nicht gab. Folglich musste die Eisenbahn von meinem Grossvater aus Amerika mitgebracht worden sein.

Im Alter von 15 Jahren hatte ich dann einen wirklich ernsthaften Stromschlag bekommen, von einem selbstgebauten Netzteil fuer einen selbstgebauten Sender, ich hatte zwar den Stecker gezogen bekam aber einen Superstromschlag von 1000 Volt der mich rueckwaerts uber die Stuhllehne in die Zimmerecke schleuderte wo ich dann einige Minuten besinnungslos lag.

Von da an war mir dann vollkommen klar dass Strom lebensgefaehrlich ist und ich sehr viel vorsichtiger sein musste.

Als erstes brachte ich dann Entladungswiderstaende an den Kondensatoren des Netzteils an damit das nicht wieder passiert.

Spaeter habe ich im Elektronikfach gearbeitet, da liess es sich oft nicht umgehen dass man mal einen gezischt bekam, denn wenn man Geraete repariert muessen diese auch eingeschaltet sein, weil man sonst ein fehlerhaftes Bauteil durch Messungen nicht festellen kann, nur bei Hochspannung war ich dann ganz besonders vorsichtig und mir ist dann auch nichts wieder passiert.