Selbstmordgedanken völlig hoffnungslos

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Wie viele vermutlich schon vermutet haben, habe ich wieder starke Suizidgedanken. Wirklich sehr stark. Ich bin 16 Jahre alt, männlich und war bereits in stationärer geschlossener Behandlung.

Nun.. ich war zwar schon in ähnlichen Situationen wie diese hier, allerdings ist es jetzt viel komischer.

Ich weiß jetzt GAR NICHT mehr, was ich tun soll. Also wirklich.. gar nicht. Mir wurde zwar gesagt, was ich zu tun habe, falls diese Gedanken wieder auftreten (Mutter ansprechen die mich dann in die Klinik fährt, meine Therapeutin anrufen etc.), aber so wirklich durchringen kann ich mich dazu nicht. Also ich habe wirklich Angst vor. Ich habe Angst davor, nicht Ernst genommen zu werden. Weil ganz ehrlich.. wenn man sich tatsächlich umbringen möchte, tut man es doch. Da gibt's nicht mit "oh, ich rufe noch eben die Klinik an huch" - ich schätze es ist klar, worauf ich hinaus möchte.

Zumal ist es für mich unmöglich noch länger in der Schule zu fehlen, da ich dann die 10. Klasse wiederholen muss. Eigentlich nicht so schlimm, allerdings habe ich bereits einen Ausbildungsplatz. Wenn mein Abschluss fehlt, ist der Ausbildungsvertrag ungültig und ich kann mir was Neues suchen.

Außerdem vertraue ich nicht mehr wirklich in Kliniken.. es ging mir zwar recht gut da (& ein paar Tage danach auch noch) aber so wirklich geholfen hats mir nicht.

Ich weiß auch überhaupt nicht, wo ich mit all dem Kack hin soll. Schule... ich schreibe jz Arbeiten über Themen, von denen ich noch nichts gehört habe.

Mein ganzes Leben ist total kaputt. Meine Eltern vertrauen mir nicht mehr, wegen meinem Konsum. Mein Vater kauft mir nicht mal meine Probleme ab. Der denkt dass ich das nur spiele, oder so. Meine Ausbildung kann ich auch vergessen (für die ich wirklich sehr, sehr, sehr hart gekämpft habe) und meine Zukunft sowieso.

Unter anderem fühle ich mich sehr komisch dabei, unbedingt JETZT wieder solche Gedanken und Pläne zu haben. Da mein stationärer Aufenthalt noch nicht all zu lang her ist, war natürlich die Suche nach einer ambulanten Therapeutin gefragt. Gefunden, mega Stress gehabt mit der Krankenkasse weil die irgendwie nicht in diesem Register drin stand und die nicht die Kosten übernehmen wollten. Also Antrag zur Dringlichkeit erstellt, mit haufen Therapeuten + Ärzten + Hausärztin. Meine Mutter hat sich dafür mega angestrengt. Und ich? Ich bring mich um. Wtf man.. also ist Klinik sowieso ausgeschlossen. Jetzt bin ich einen Schritt weiter und ich will wieder an den Anfang.. oh man. Ne, dann muss ich sicher gehen.

BITTE, ich flehe euch an. Bitte, nehmt mir irgendwie diese Angst. Irgendjemand der sich auskennt. Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte, aber ich habe nach Tabletten gesucht mit denen ich mich umbringen kann. Keine da, also würde ich mich einfach mit meinem Gürtel im Wald erhängen morgen (/heute).

KEINEN Krankenwagen rufen bitte. Ich bin ja halbwegs offen für Hilfe, sonst wäre ich nicht hier, nur ich realisiere sie gerade nicht so ganz.

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"Also ich habe wirklich Angst vor. Ich habe Angst davor, nicht Ernst genommen zu werden. Weil ganz ehrlich.. wenn man sich tatsächlich umbringen möchte, tut man es doch. Da gibt's nicht mit "oh, ich rufe noch eben die Klinik an huch" - ich schätze es ist klar, worauf ich hinaus möchte."
So denken Psychologen schlicht und einfach nicht, da sie Erfahrung mit Depressiven haben und wissen, dass sich Suizidgedanken zu etwas schlimmerem entwickeln können. Ich selbst bin Psychologiestudent und uns wird beigebracht, dass wir Suizidgedanken aus diesem Grund IMMER ernst nehmen sollen, auch wenn es die bloße Idee ohne konkrete Pläne ist. Wir denken nicht, "ach der labert nur, er hat ja noch gar keine Pläne" oder "wenn der das wirklich tun will, wäre der doch schon tot". Wer als Psychotherapeut das denkt und danach handelt, würde eine groben Behandlungsfehler begehen und sich wie ein Anfänger verhalten.

Jemandem, der in der Klinik arbeitet, wird dieser Fehler nicht unterlaufen. Die hätten das mit dir auch nicht so ausgemacht, wenn sie das nicht ernst meinen würden. Insofern würde ich auch das am ehesten raten, dass du das befolgst, was die Klinik dir für solche Fälle geraten hat.

Sprich aber auch deine Probleme mit dem Ausbildungsplatz und der Schule usw. an, also dass du Sorge hast, du könntest länger in der Schule fehlen und deswegen den Abschluss nicht schaffen usw., das alles würde ich mit den Therapeuten besprechen und dann könnt ihr gemeinsam eine Entscheidung treffen, wie ihr am besten weitermacht. Also ob die für dich ambulant da etwas einrichten können, oder wie man das vielleicht hinkriegen könnte, dass du doch zur Schule gehst.