Was ist zu tun, wenn der genehmigte Bausparvertrag nicht zum Kauf einer Immobilie verwendet wird?

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Meine Schwester steht vor einem Problem. Sie hat kräftig in einen Bausparvertrag eingezahlt, möchte diesen jetzt aber nicht mehr zum Kauf einer Immobilie verwenden.

Welche Möglichkeit hat sie nun, das Geld zu verwenden? Was ist zu tun, wenn der angesparte Bausparvertrag nicht zum Kauf einer Immobilie genutzt wird?

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Beim Bausparen gibt es zwei Phasen: Die Ansparphase und die Darlehensphase. In der Ansparphase kann man (wenn man die Einkommensgrenzen nicht erreicht) noch die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage erhalten.

Über die selbst eingezahlten Beträge und die Zinsen (abzgl. der Gebühren) kann man ohne Einschränkung jederzeit vollständig verfügen. Insofern ist ein Bausparvertrag ein simpler Sparvertrag. Ihre Schwester kann also den BSV auflösen (durch kündigen oder zuteilen lassen) und das Geld nach Gutdünken verwenden.

Achten Sie aber auf eines: Bei älteren Verträgen kann der Guthabenszins durchaus noch beachtliche Höhen erreichen. Teilweise sind sieben oder mehr Prozent Rendite (inkl. Förderung) möglich - und das ohne Kurs- oder Schwankungsrisiko. In einem solchen Fall wäre es cleverer, den Bausparvertrag einfach als gut verzinstes Sparbuch zu nutzen, weil Sie für das Geld aktuell keine vergleichbar rentierende Anlage finden werden.