Wie lange kann die private Krankenversicherung von mir verlangen?

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Liebe Community!

Ich bin neu hier weil ich Eure Hilfe benötige. Ich schreibe recht ausführlich, da es nötig ist Details für Euch genau darzulegen. Folgendes Szenario möchte ich Euch schildern:

Ich war von 2005-08/2011 Privat Kankenversichert. (AXA PKV Köln) Beiträge wurden damals bis Ende 2009 bezahlt, dann große finanzielle Nöte. Mahnungen, Forderungsbriefe ect überfluteten damals meinen Briefkasten. Ich verlor den Überblick, den Mut und alles was man sonst nocht braucht um den "Krempel" anzugehen. Vieles blieb liegen und wenn ein "gelber Brief" ins Haus flatterte, wurde mir schwindelig.

Ich musste erstmal mein Leben neu sortieren und seit dem 01.09.2011 bin ich bei der TK gesetzlich versichert da ich einen neuen Job gefunden habe. Die AXA hatte mittlerweile durch Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid einen rechtsgültigen Titel erwirkt. Kündigungstechnisch habe ich damals (übertritt PKV zu GKV) nichts unternommen, da ich der Meinung war, die TK übernimmt dies und zeigt die Versicherungspflicht an.( Die wollten im Antrag damals wissen wo ich zuletzt versichert war. Ich hab die Adresse der AXA und alles weitere dort im Antrag angegeben)

In den weiteren Jahren war dann alles sehr sehr ruhig.........Ich bekam 1x im Jahr einen komischen Brief von der AXA wegen irgendwelchen Umgestellten Tarifen, sonst aber nix...Keine Forderung, keine Mahnung ect.....

Im Mai 2015 dann ein Brief vom Rechtsanwalt mit den Forderungen. Hilfeanruf bei AXA. In diesem Gespräch habe ich denen mitgeteilt, dass ich schon ewigst GKV versichert bin und denen auch die Versicherungsbestätigung der TK übermittelt. Die AXA Tante am Telefon meinte, das da einiges schief gelaufen seie, ich nun ENDGÜLTIG meinen Versicherungsvertrag kündigen müsse! Ich dachte das läuft alles automatisch. Dann ein Schreiben das die Kündigung zum 01.05.2015 wirksam ist. In 09/2015 dann der Besuch vom Gerichtsvollzieher, die AXA wolle Beiträge (die Titulierten bis 12/2010) von mir. Gesamtsumme 2450 €. Ich habe die ganze Suppe in 10 Monatsraten abgestottert. Das dauerte wie gesagt 10 Monate. Ich war heilfroh endlich Klar Schiff gemacht zu haben und die ganze Sache schien mir erledigt.

In 08/16 Brief vom Anwalt. Die AXA wolle Beiträge vom 01.01.2011-05-2015!

Sofortiges Telefonat mit dem Rechtsanwalt, meiner GKV, der AXA und dem damaligen Maklerbetreuer. Die Axa wollte eine erneute Stellungnahme der Angelegenheit, der Rechtsanwalt die GKV Bestätigung, der Makler das gleiche in grün.

Stellungsnahme durch RAe: Die AXA besteht auf die Beiträge, Forderungsaufstellung anbei. Summe ca.6000 Euro für die Beiträge 01/11-05/2015.

Frage: Sin die Forderungen verjährt? Wie ist die Frist? Ich erwähne noch, das die erste qualifizierte Mahnung (Forderungsaufstellung+Verzugsfolgen) erst im 08/2016 erhalten habe!!! Für Forderungen aus dem Jahre 2011!! Ich bilde mir ein, dass ich mal irgendwo gelesen habe, das Forderungen die nicht tituliert sind, irgendwann verjähren. Oder hat jemand ne andere Idee???

Hilfe!!!

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Oder hat jemand ne andere Idee???

Du solltest nicht zu sehr auf die Drei-Jahres-Frist setzen.

Es gibt eine Menge Gründe, die als Hemmung für den Beginn der Frist in Frage kommen und es sollte mich sehr wundern, wenn die Rechtsabteilung der Krankenkasse nicht fristgerecht reagiert hätte.

Das Schuldenrecht ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit und ohne Rechtsbeistand wirst Du kaum den "Durchblick" bekommen.